Startseite
Leserbriefe
Blog
News
Gästebuch
Drehorgelauftritte
Termine
Tansania 2012
Hansetour 2011
Hansetour 2010
Hansetour 2009
Flüssetour 2008
Hansetour 2006
Publikationen
Aktivitäten
Herforder Ansichten
Böckmanns Mühle
Archiv
Sponsoren
Engelberts Tour
Florida 1
Florida 2
Florida 3
Florida 4
Georgia
South Carolina
North Carolina
Virginia im Regen
Werbepartner 2010
Die Hanse hilft
 



Strecke:

 
Virginia

Fläche: 110.785 km²

Einwohner: 7.642.884

 

 

20. 04. 2010

Grandy – Virginia Beach

80 km

sonnig, 24°, leichter Gegenwind

 

Die Strecke ist heute sehr einfach zu fahren und zu finden. Einfach nordwärts mit ein paar kleinen durch Google maps herausgefundenen Abbiegungen. Eine erfolgreiche Suche nach Nebenstrecken.

 



Ja ja, jede State Line wird fotografisch belegt

 

Unterwegs sehen wir einen Golfplatz und machen dort eine Pause an der Driving-Range. Unser unfachmännischer Kommentar gilt den mehr oder weniger gelungenen Versuchen der Anfänger.

 

In Virginia Beach haben wir ein hervorragendes Quartier von Warmshowers. Kim fährt mit uns noch spät zum Airport, damit wir dort einen passenden Wagen für die Fahrt nach Washington bekommen. Alles klappt hervorragend. Dazu hat sie noch ein üppiges Abendessen für uns bereitet. Super!

 

 

21. 04. 2010

Virginia Beach – Washington

x km

Regen, 18°,

Wir haben unsere Reststrecke mal gründlich überarbeitet und sind zu dem Schluss gekommen, dass es für die Überbrückung von Strecke und Tagen günstig ist, ein Auto zu nehmen. Ca. 350 km oder 4 Tage radeln lassen wir damit aus. Die attraktiven nächsten Ziele wollen wir noch in Ruhe genießen und nicht unter Zeitdruck geraten.

Unerwarteter Weise stell sich diese Entscheidung als sehr gut dar, denn es regnet fast den ganzen Tag. Da wäre die Radtour ins Wasser gefallen.

Vorbei an einigen Städten, die wegen ihrer großen Schlachten im amerikanischen Bürgerkrieg bekannt wurden, steuern wir den Reagan-Airport an um das Auto abzugeben. Unmittelbar am Flughafen führt ein wunderbarer Radweg direkt in die Stadt. Auch unter die landenden Flugzeuge hinweg. Die wenige Meter über die Köpfe zum Aufsetzen dröhnen.



Landung am Reagan Airport Washington

 

Der Flughafen liegt rechts des Potomac Rivers, also noch in Virginia. Wir nehmen die Monument Bridge und radeln in die Stadt gleich am Lincoln-Memorial ein. Bis hierher ist es trocken geblieben.

 

 



Der Inselstreifen der Outer Banks: viel Sand und schmale Straße

 

Zwischendurch haben wir noch eine Fähre zur nächsten Insel. 40 Minuten Pause, um dann gegen den Wind weiter zu kämpfen.

Entgegen unserer Absicht machen wir früher Schluß. Es geht einfach nicht mehr weiter und die Auskunft in einem Lokal, dass das nächste Motel noch 24 Meilen weit ist, schreckt bei den Bedingungen heftig ab. Die Empfehlung, auf einem Campingplatz eine kleine Holzkabine ohne Bad, Bettwäsche und Handtücher zu nehmen, schreckt bei 70 Dollar gehörig ab. Dafür fahren wir wieder 6 km zurück und haben ein günstigeres Motel – mit allen Einrichtungen.

 

19. 04. 2010

Salvo - Grandy

103 km

Bei gleichen Bedingungen wie gestern geht es heute wieder los. Da sind die Knochen schon bei der Erinnerung am Tiefpunkt. Wir versuchen dem Gegensturm durch abwechselnde Führungsarbeit die Schärfe zu nehmen, was nicht so recht wirkt.

Nach einem 2. Frühstück bei km 40 kommt unerwartet die Wende. Der Wind lässt nach und kommt nicht mehr direkt von vorne. Der gute Kaffee hat Kräfte mobilisiert und auch die Strecke führt nicht mehr nur durch einsame Dünenlandschaften.

Bei Kitty Hawk besichtigen wir das Gelände, auf dem den Gebrüdern Wright 1903 der erste Motorflug gelang. Selbstverständlich gibt es auch Museum mit Original-Exponaten. Eine sehr interessante Etappe unserer Reise führt uns in eine der patriotischen Geschichten Amerikas. Das drückt sich auch auf  den Autokennzeichen von North Carolina aus, die stets den Spruch „First in flight“ voranstellen.

(Ohio übrigens, der Geburtsort der Gebrüder Wright, hat seine Kennzeichen mit dem Zusatz „Birthplace of flight“ versehen)



Nachbau des ersten Fluggerätes



Gleithügel mit Denkmal

 

Nicht so heroisch, dafür aber mit ähnlichem Rummel kommt uns kurze Zeit später die Outer Bank Bikeweek in die Quere. Ein großes Motorradtreffen, selbstredend fast vollständig auf die Legende Harley ausgerichtet. Wir sind ja auch Biker und stellen unsere Fahrräder in der ausgerichteten Reihe der Knattermaschinen auf. Das erregt mehr Aufsehen als manch chromblitzender PS-Protz.

Eben wegen dieser Bikeweek sind die Motels der Umgebung ausgebucht oder überteuert. Was will man machen, eine ziemlich heruntergekommene Bude für 72 $ sind ein Schnäppchen. Hardcore-Biker die Nacht über inbegriffen.

 

 

Fazit North Carolina:

North Carolina zählt sicher zu den Bundesstaaten, über die man bei uns wenig erfahren hat. Dennoch kann man sagen, dass er zu den schöneren des Landes gehört. Eine etwas lockere Lebensart, viele schöne Landstriche mit Wäldern und Gewässern sind einem immer schnell ans Herz gewachsen. Das Meer ist auf unseren Strecken ständig präsent und zeigt sich von zurückhaltender Qualität ohne gleich die Touristenmassen anzuziehen.

Wo wir auftauchen werden die Schönheiten und Attraktionen des Landes selbstbewusst präsentiert. Der Staat bietet ja auch eine Menge, von der wir allerdings nur den Küstenstreifen kennenlernen. Als Radfahrer ist man durchaus anerkannt und auf Schildern wird ständig hingewiesen, die Straße mit Radlern zu teilen. Trotzdem ist bei allen Gesprächen immer der Satz am Schluss, dass man sehr aufmerksam fahren soll. Nicht unbegründete Besorgnis, denn als Radfahrer lebt man gefährlicher als Andere.

 
Top